Aktualisiert: Juli 21

Endlich: “Unser Taucha - unser Film auf ganz großer Leinwand”. Unter diesem Motto wird am 31. Juli 2021 die Premiere des Dokumentarfilms “Kleine Stadt - großes Herz” im Rittergutsschloss in Taucha steigen. Weitere Filmvorführungen sind für den Folgetag geplant. Der etwa einstündige Film von Jonas Juckeland und Rosa von Ochsenstein ist eine zauberhafte Reise durch den Mikrokosmos Kleinstadt und wurde für das große Tauchaer Doppeljubiläum 2020 produziert. 850 Jahre Stadt Taucha und 800 Jahre Rittergutsschloss sollten ganz groß gefeiert werden. Eigentlich. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Jubiläumsfest gänzlich abgesagt, die Premiere des Dokumentarfilms auf 2021 verschoben werden. Nun findet letztere als kulturelle Leuchtturm-Veranstaltung im Sommer diesen Jahres statt.


Es sind die sinkenden Infektionszahlen und die stabil bleibend niedrigen Inzidenzen in der Corona-Pandemie, die bundesweit und regional Lockerungen - hin zu einem normalen Leben - ermöglichen. Lockerungsschritte, die eben auch endlich kulturelle Veranstaltungen, wie die aus 2020 auf 2021 verschobene Premiere des Dokumentarfilms “Kleine Stadt - großes Herz” wieder erlauben. Im Sommer ist es soweit, Corona wird aber dennoch ein Thema dieser Veranstaltung sein - wenngleich aber in einer Nebenrolle.


Die 2020 verkauften Eintrittskarten behalten allesamt ihre Gültigkeit. Allerdings musste aufgrund des Hygienekonzeptes für die Veranstaltungen eine zeitliche Neuaufteilung der Vorstellungen vorgenommen werden. Was zunächst kompliziert klingt, ist es gar nicht. Es geht schlichtweg darum, Abstände einzuhalten, weshalb der Veranstaltungs-ort nicht mit der vollen Anzahl an Plätzen bestuhlt werden kann. Aus diesem Grund wird es 2021 mehr Filmvorführungen geben, als 2020 geplant. Kartenbesitzer*innen können sich nun über ein Buchungsportal im Internet, telefonisch oder in einem persönlichen Kundengespräch ein Zeitfenster buchen, in dem sie den Film gern schauen möchten. Das ganze Prozedere: unkompliziert, einfach und kulant. Des Weiteren sind Restkarten für die Filmvorführungen erhältlich. Die konkrete Vorgehensweise ist nachfolgend als Kurzanleitung erklärt.


Sie wollen den Film schauen, haben aber noch keine Eintrittskarte?

Gute Nachrichten. Es gibt noch Restkarten für den Filmmarathon am 01.08.2021. Diese sind in der Tauchaer Buchhandlung “Leselaune” in der Eilenburger Str. 4 erhältlich. Bitte nehmen Sie dort gleich die Buchung eines Zeitfensters für erworbene Karten vor.


Sie haben bereits eine Karte für die ursprüngliche Premiere am 09.05.2020 gekauft?

Ihre Karte behält selbstverständlich ihre Gültigkeit. Aufgrund der Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln werden mehrere Premierenveranstaltungen am 31.07.2021 im Schloss Taucha stattfinden. Bitte buchen Sie dafür unter taucha.de/filmpremiere. Eine telefonische Buchung unter der 034298 70400 ist immer dienstags (bis zur Premiere) von 9 - 17 Uhr möglich.


Sie haben bereits eine Karte für die urspr. Filmvorführungen am 10.05.2020 gekauft?

Ihre Karte behält selbstverständlich ihre Gültigkeit. Aufgrund den Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln wird es am 01.08.2021 einen Filmmarathon mit zahlreichen Filmvorführungen im Schloss Taucha geben. Bitte buchen Sie dafür unter taucha.de/filmpremiere. Eine telefonische Buchung unter der 034298 70400 immer dienstags (bis zur Premiere) von 9 - 17 Uhr möglich.


Sie kommen in Begleitung oder wollen im Verbund der Familie den Film schauen?

Bitte beachten Sie, dass Sie für jede Karte, sprich pro Person das jeweilige Zeitfenster buchen müssen. Gehen Sie dazu auf die Internetseite taucha.de/filmpremiere. Eine telefonische Buchung unter der 034298 70400 immer dienstags (bis zur Premiere) von 9 - 17 Uhr möglich.

Weitere Informationen zum Film und zur Buchung eines Zeitfensters für die Filmvorführungen finden Sie jederzeit im Internet unter www.juckeland.de/doku-taucha oder auf www.taucha.de/filmpremiere sowie in tagesaktuellen Medien. Es gelten die zum Veranstaltungstag gültigen Hygiene- und Abstandsregeln.





„Taucha ist für mich meine Heimat, hier bin ich zufrieden, hier bin ich glücklich, hier macht’s mir Spaß.”

Der Heimatverein Taucha ohne Margitta Pache, Spitzname Gitti - das wäre wohl schwer vorstellbar. Seit fast zwei Jahrzehnten engagiert sie sich gemeinsam mit vielen weiteren Tauchaern in dem Verein und ist bei verschiedensten Veranstaltungen anzutreffen. Gitti ist immer mit ganzem Herzen dabei, schließlich gibt es das ganze Jahr viel zu tun und zu organisieren.


Für die Kleinstadt an der Parthe zählt der Heimatverein mit zu den vermeintlich wichtigsten ihrer Vereine. Er unterstützt die Planung und Umsetzung von vielen verschiedenen alljährlichen Heimat- und Volksfesten, darunter speziell das Stadtfest, der “Tauchscher” und auch das Osterfeuer, das Kartoffelfest, Frauentagsveranstaltungen und den jedes Jahr gut besuchten Tauchaer Weihnachtsmarkt. Außerdem ist es den Mitgliedern wichtig, das Interesse für Heimatgeschichte und die zahlreichen Traditionen der Stadt, ihrer Vereine und ihrer Umgebung zu fördern. Auch die inhaltliche Gestaltung der Denkmalpflege liegt den Mitgliedern sehr am Herzen, denn schließlich gilt es Geschichte und Vergangenheit auch für zukünftige Generationen zu erhalten.


Bildstrecke: Margitta Pache und ihre ehrenamtliche Arbeit beim Heimatverein Taucha e.V.


„Taucha ist für uns eine kleine, liebenswerte Stadt, die vor allem durch ihre Attraktionen lebt und erlebbar ist.”

Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass die “alten Perle im Herzen Tauchas” heute in neuem Glanz erstrahlen kann. Die Rede ist vom geliebten Freibad in der Kleinstadt, dessen Geschichte bis in die 1920er Jahre reicht. Schon immer zog es besonders die Großstädter aus Leipzig für eine “Plansch-Partie” ins kleinstädtische Freibad von Taucha. Spätestens seit der Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie 23 im Jahr 1927 pilgerten besonders viele Besucher ins Bad nebst dem kleinen Flüsschen Parthe. Dieser erhöhte Andrang hielt sich glücklicherweise über viele Jahre, sodass sich eine regelrechte Badetradition, ein Kult in Taucha entwickelte.


Bildstrecke: Historische Aufnahmen des Tauchaer Bades*


Doch die erfolgreiche Geschichte des in der Region so beliebten Tauchaer Bades, hätte im Jahr 2003 beinahe ein abruptes Ende gefunden. Veralgtes Wasser, kaputte Rohre, marode Becken. Das Freibad sollte, nach jahrzehntelangem Verfall während des laufenden Betriebs, dem Erdboden gleichgemacht werden.


Ohne den tatkräftigen Einsatz der sogenannten “PartheBad-Freunde”, einer Initiativgruppe um Heike und Karsten Meyer, Silke Heuwerth, Frank Walter und vielen weiteren HelferInnen, gäbe es das Freibad heute nicht mehr. Etwa 25 Jahre nach der politischen Wende in Deutschland machte man in der ehemals ostdeutschen Kleinstadt wieder mobil. 2003 - als Initiativgruppe. Gegründet - aus der Bürgerschaft heraus. Gemeinsam. Man wollte das heruntergekommene PartheBad nicht sich selbst überlassen, kämpfte für dessen Erhaltung mit zahlreichen kreativen Veranstaltungen und setzte sich für die Renovierung des Bades ein. Mit Erfolg.


Bildstrecke: Das Wirken der PartheBad-Freunde/ Sanierung des Bades*

Im Dokumentarfilm “Kleine Stadt - großes Herz” erzählen die vier mutigen Menschen, stellvertretend für viele weitere HelferInnen, von dieser beeindruckenden Geschichte. Für sie ist es ein emotional bewegendes Wiedersehen an dem Ort, den es ohne ihres leidenschaftlichen Engagements heute nicht geben würde. Im PartheBad - ein Ort, dessen Namensgeber das kleine Flüsschen ist, das durch Taucha fließt.



*Archivbild-Quellen :


- Historische Aufnahmen des Tauchaer Bades: Bilder von Birgit Richter, die sie, wie im

Film "Kleine Stadt - großes Herz" innerhalb einer Sequenz zu sehen, während ihres

Vortrages zeigte,


- Das Wirken der PartheBad-Freunde/ Sanierung des Bades: Joachim Chüo, PartheBad

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